Faunetic -Faunethik - Faunatic

Faunetic - Faunethik - Faunatic

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1. 10. 2010 - 5. 11. 2010
Vernissage: Samstag, 1. Dezember 2007, 19:00

Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen:
Galerie: Marianne Vlaschits , Mihailo Beli Karanovic , Erik Sille , Peter Wehinger
poject space: Daniela Auer, Rukmini Klier, Alexandra Monkewitz, Alexander Hengl

Schon in der Zeit der Höhlenmalereien zählten Tiere zu den zentralen Motiven künstlerischer Weltdeutung des Menschen. Und auch heute noch ist die enge Bindung zu unseren nächsten Verwandten ein wichtiges Thema, dessen Bedeutung sich zwar im Laufe der Zeit gewandelt haben mag, aber nie an Brisanz und Relevanz verloren hat.

Im Gegenteil: gerade in modernen Berufen wie etwa bei Genforschern, Pharmakologen und Medizinern, die sich im weitesten Sinne mit der Erforschung des Menschen beschäftigen, dienen Tiere als „Vorbilder“ für des Rätsels Lösung.

Das Tier im Menschen ist aber nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht seit langem ein fest stehender Topos, sondern auch in der Mythologie, Kunst und Literatur begegnen wir seit jeher dieser einzigartigen Verbindung. So genannte Chimären etwa (griechisch Χίμαιρα, Chímaira, „die Ziege“) sind fiktive Mischwesen, die sich aus Teilen von zwei oder mehreren Lebewesen zusammensetzen. Oder man denke an die Fabeln des Äsop, wo stets Tiere als Hauptakteure in den Gleichnissen für menschliche Verhaltensweisen einstehen. Darstellungen von derartigen Zwischenwesen, deren Identität zumindest rein äußerlich nicht klar zu definieren ist, sind aber auch häufig in Karikaturen in Zeitungen und Magazinen zu finden. Hier werden gerne körperliche Merkmale von Tieren herangezogen, um damit die karikierte Person mit den jeweiligen Attributen des gezeigten Tieres in Verbindung zu bringen.
In neueren Medien begegnen uns Kreuzungen aus Mensch und Tier als Protagonisten in Fernsehserien und Computerspielen, Sience Fiction- und Phantasy-Movies. Diese oft als entartet dargestellten Freaks haben mit dem einst selbstverständlichen Zusammenleben von Mensch und Tier nichts mehr zu tun. Nutztiere und auch die offensichtlich ungeschönte Verwendung ihrer Produkte werden immer mehr aus unserem Blickfeld gerückt.
Stattdessen ist gerade in urbanen Räumen zu beobachten, wie Haustiere immer mehr ver-menschlicht werden: Hundesalons kümmern sich um das modisch akkurate Erscheinungsbild von Vier-Beinern, Psychoanalytiker um deren Seelenheil. Während Tierorthopäden an Prothesen für Frauchens Liebling feilen, eifern Menschen danach, möglichst perfekt die Klettertechniken von Affen zu imitieren - Themen, die der Künstler Peter Wehinger verarbeitet. Mihailo Beli Karanovic hingegen verschreibt sich in seinen Arbeiten der Perspektive der Tiere und bereitet für Türkentauben - die animalischen Stadtbewohner mit der wohl größten Population - inszenierte Beerdigungsszeremonien.

Einerseits dominiert der Mensch klar das Tier und zwängt es in seine Verhaltensmuster. Auf der anderen Seite gelten manche tierischen Eigenarten als durchaus vorbildlich und nachahmenswert. Auf keinen Fall aber darf vergessen werden, dass Mensch und Tier stets in einer Wechselbeziehung leben und jede Einflussnahme darauf das sensible Gleichgewicht ins Wanken bringen kann, etwa wenn Umweltverschmutzung durch die Nahrungskette wieder in den menschlichen Körper gelangt oder Tiere aufgrund der Zerstörung unseres Lebensraumes immer mehr in städtischen Gebiete vordringen.

Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen:

Galerie:

Erik Šille, geb. 1978 in Rožňava, Slowakei 2000 . Studium an der Academy of Fine Arts and Design in Bratislava.
In seinen farbenfrohen Malereien sind Tiere oft der Ausgangspunkt für eine Reihe von Transformationen der Formen hin zu fabelhaften Wesen, die mitunter sehr fantastische, aber auch zivilisierte Welten bewohnen.

Marianna Vlaschits, geb. 1983, lebt und arbeitet in Wien und Berlin . 2005-2010 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien und 2009 Slade School for Art, London
In ihrer Zeichnungen und Malereien karikiert die Künstlerin den menschlichen - oft auch perversen Drang - nach Allmacht und Überwindung der physischen Grenzen.

Peter Wehinger, geb. 1971, lebt und arbeitet in Wien. Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien, bei Monica Bonvicini und Peter Kogler
Werkbeschreibung siehe Text.

Mihailo Beli Karanovic, geb. 1980 in Vrsac in Serbien, Studium an der Universität von Novi Sad. lebt und arbeitet in Mailand.
Werkbeschreibung siehe Text.

Projektspace:

Daniela Auer geb. 1985, lebt und arbeitet in Wien
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien;
Daniela Auers Protagonisten sind die Einheit schlechthin Flora Fauna und humanoide Verhaltensweisen finden sich wieder in der Gestalt von ihren Nafotiwesen. Man fragt sich sieht so unsere Vergangenheit aus oder ist eine Zukunftsvision?

Rukmini Klier geb.1986 lebt und arbeitet in Wien
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien;
Wer behauptet eigentlich dass Haustiere wirklich domestiziert sind? Diese hier die jederzeit sprungbereit und hechelnd – gerade noch so verbunden mit dem
Bildträger - auf ihren Einsatz warten zeigen uns diverse Facetten der Themen Beziehung, Machtverhältnisse, Rollentausch und der Frage nach Zugehörigkeit .

Alexandra Mia Monkewitz geb. 1979 Zürich CH , ist in den Bereichen Animation (Trickfilm) bei Theaterprojekten tätig. Ihre Objekte / Figuren und Bildnerischen Arbeiten behandeln die Beschäfitigung mit den Ausstellungsthema auf ihrer ursprünglichsten Bedeutungsebene dem narativen Bildern der Fabel und Märchenerzählungen unserer Kindheitstage mit ungewöhnlichen pointierten Neuinterpretationen.

Alexander Hengl geb. 1984, lebt und arbeitet in Wien
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien;
Brats Alexander Hengl’s Kreaturen sind unwiderstehlich und unumgänglich.
brats sind laut, aufgeregt und gierig, voll Tatendrang , sie sind lieb oder böse…
als Objekte und Plastiken in den unterschiedlichsten Materialen , sie drängen aus dem Hintergrund der Leinwand, sie grinsen überdimensional von Papierbögen ..




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